Zyklusbasiertes Training – echter Gewinn oder Hype?
© Shutterstock KmpzzzIn der ersten Zyklushälfte, wenn das Östrogen steigt, fühlen Sie sich möglicherweise energiegeladener und können intensiver trainieren – in der zweiten Hälfte tut Ihnen eher ein ruhiges Training mit mehr Raum für Erholung gut.
© Shutterstock EugeneEdge«Hören Sie in sich hinein. Lernen Sie, Ihren Körper anzunehmen – auch an Tagen, an denen Energie und Schmerzen Ihnen Grenzen setzen. Lernen Sie, seine Signale wahrzunehmen und achtsam darauf zu reagieren. Denn auf den eigenen Körper zu hören, ist keine Schwäche, sondern ein Ausdruck von Selbstfürsorge.»
Hormone beeinflussen Energie, Stimmung und Belastbarkeit – vielleicht spüren auch Sie das deutlich. Dass diesem Thema zunehmend Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist eine positive Entwicklung. Die Wissenschaft ist dabei zurückhaltender, als der Trend vermuten lässt. Studien finden nur winzige, kaum belegte Leistungsunterschiede zwischen den Zyklusphasen. Die Forschenden raten deshalb ausdrücklich von starren Kalendervorgaben ab. Auch ein zeitweise höheres Verletzungsrisiko lässt sich nicht belegen. Und weil jeder Zyklus anders verläuft, passt kein Schema universell für alle Frauen. Genau hier liegt die eigentliche Botschaft: Sie müssen nicht akribisch tracken, um alles richtig zu machen. Viel wertvoller ist es, achtsam in sich hineinzuhören. An kraftvollen Tagen können Sie mehr geben, an müden Tagen dürfen Sie auf Ihren Körper hören und sanfter trainieren – ganz ohne schlechtes Gewissen. Ihr eigenes Körpergefühl ist dabei die zuverlässigste App, die es gibt.
Was langfristig wirklich zählt, bleibt einfach: ein individuell abgestimmter Trainingsplan, genügend Erholung und Regelmässigkeit. Der Zyklus darf einfliessen – als ein Faktor unter vielen, nicht als starres Rezept. Am besten gelingt das mit fachlicher Begleitung, die auf Sie und Ihren Alltag eingeht.
Tipp
Lassen Sie sich in einem Fitness- und Gesundheitscenter von einer Fachperson für Bewegungs- und Gesundheitsförderung begleiten – so wird aus dem Trend genau das, was Ihnen persönlich guttut.
Immer mehr Frauen möchten ihr Training auf ihren Menstruationszyklus abstimmen – für mehr Kraft, bessere Erholung und ein gutes Gefühl im eigenen Körper. Doch wie viel Aufwand lohnt sich wirklich? Vielleicht steckt die beste Beraterin längst in Ihnen selbst.


















