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Bis zur letztmöglichen Wiederholung – das muss nicht sein!

«Wer beim Trainieren nicht bis zum Äussersten geht, baut nicht weniger Muskeln auf.»

Die Arme zittern, das Gesicht verzieht sich. Eine Wiederholung geht noch. Wer im Gym trainiert, kennt das. Aber muss man wirklich so weit gehen? Eine Auswertung von 20 Studien mit 556 gesunden Erwachsenen zeigte in Bezug auf Muskelauf-bau, Ausdauer und Schnellkraft keinen Vor-teil bei Sätzen bis zum Muskelversagen. Beim Heben und Drücken von Gewichten schnitten jene, die vorher aufhörten, sogar leicht besser ab. Bei der Haltekraft gab es keinen Unterschied.

Man darf also abbrechen, obwohl noch ein, zwei Wiederholungen möglich wären. Das ist kein Schummeln. Auch wenn der Mann auf der Bank daneben das vielleicht anders sieht.

Fertigkost runter, Stimmung rauf
Tiefkühlpizza, Süssgetränke, Riegel aus der Schublade. Bei vielen machen solche Produkte den grösseren Teil der Mahlzeiten aus. In einer Pilotstudie der University of California in San Francisco stellten 20 Erwachsenen mit Depression ihre Ernährung um. Vier Wochen lang kauften die Probanden unter Anleitung deutlich weniger hochverarbeitete Lebensmittel – und der Anteil am gesamten Lebensmittelvolumen sank um mehr als 85 Prozent! Danach besserten sich die Werte auf der Depressionsskala merklich, die Angstwerte reduzierten sich leicht.

«Vier mal vier harte Minuten, dazu je drei Minuten lockeres Training, und die Gefässe sagen danke.»

Eine Nahrungsumstellung bei 20 Personen ist zwar kein Ernährungsprogramm und schon gar keine Therapie. Wer Medikamente nimmt, wird sie nicht absetzen können, weil der Kühlschrankinhalt anders aussieht. Doch als Hinweis, dass nicht nur die Kalorien, sondern auch die Verarbeitung der Lebensmittel mitspielt, taugt die Studie trotzdem.

«4 x 4» für die Gefässe
Intervalltraining bringt offenbar auch die Gefässe in Schwung. Eine Auswertung von sieben Studien mit 182 Patientinnen und Patienten zeigte, wie stark sich die Oberarmarterie nach dem Training erweitert. Nach einem Intervalltraining nahm die Gefässweite um 4,31 Prozent zu, nach gleichmässigem Ausdauertraining um 2,15 Prozent.

«Weniger verarbeitete Lebensmittel – bessere Werte auf der Depressionsskala.»

Beim Trainingsschema «4 × 4» wechseln vier intensive Intervalle von je vier Minuten mit drei lockeren Minuten zur Erholung ab, trainiert wird dreimal pro Woche. Wer Vorerkrankungen hat, bespricht das zuerst mit der Ärztin oder dem Arzt. Ehrgeiz allein ist noch kein Trainingsplan.