Karriere im Vergleich
Zwei Profis für Prävention – Damian, Spezialist Bewegungs- und Gesundheitsförderung, trifft auf Manuela, Dentalhygienikerin.

«Erfolg ist, wenn Menschen wieder Vertrauen in ihren Körper gewinnen und Bewegung nicht mehr mit Unsicherheit oder Schmerzen verbinden. Das hat mit Training zu tun, aber entscheidend sind Zuhören, saubere Abklärung und verantwortungsvolles Handeln.»
Damian Fritschi, Spezialist Bewegung und Gesundheit EFZ, Gesundheitszentrum Dy-Fit Münchenstein, Baselland
Kilian Käppeli: Damian, was machst du als Spezialist – kurz erklärt?
Ich helfe Menschen, Beschwerden zu reduzieren, Bewegungsqualität zu verbessern und langfristig belastbarer zu werden. Es ist die Schnittstelle von Training, Prävention und Leistungsoptimierung.
Wie bist du in die Branche gekommen?
Sport war immer präsent. Im Militär als Sportleiter merkte ich, wie sehr mich die Arbeit mit Menschen motiviert. Den Wechsel aus meinem Beruf als Automobilfachmann habe ich bewusst gewählt, weil mir genau dieser Kontakt fehlte.
Was hat sich mit dem Fachausweis verändert?
Die Verantwortung ist gewachsen. Ich betreue häufig Menschen mit Beschwerden oder funktionellen Einschränkungen und bilde als Berufsbildner Lernende aus.
Was macht dir am meisten Freude?
Wenn jemand wieder Vertrauen in den eigenen Körper gewinnt und merkt, dass Bewegung nicht mehr mit Unsicherheit oder Schmerzen verbunden ist.
Wie gehst du mit komplexen Fällen um?
Ich kläre gründlich ab, frage nach und ziehe bei Unsicherheiten Physiotherapeuten oder Ärztinnen und Ärzte bei. Sicherheit geht vor.

«Als Dentalhygienikerin arbeite ich selbstständig und trage Verantwortung. Wenn Patien-tinnen und Patienten sich über das gute Ergebnis einer Behandlung freuen und dankbar sind, weiss ich sofort, warum Prävention und präzises Handwerk so wichtig sind.»
Manuela Thalmann, Dentalhygienikerin HF, Zahnmedizin Kaeslin, Luzern
Kilian Käppeli: Manuela, was ist dein Job – in einem Satz?
Ich bin Prophylaxeverantwortliche und verhindere im besten Fall, dass eine Zahnarztsitzung überhaupt nötig wird.
Wie bist du zur Dentalhygiene gekommen?
Ich suchte nach einem Beruf mit Menschen, bei denen Fortschritte sichtbar werden. Nach der Ausbildung zur Dentalassistentin EFZ konnte ich die Fachausbildung zur Dentalhygienikerin HF am Careum Bildungszentrum in Zürich direkt anschliessen.
Wie sieht dein Arbeitstag aus?
Ich starte um 7 Uhr mit den Vorbereitungen. Meist habe ich acht Patientinnen und Patienten pro Tag; die Behandlungen dauern jeweils eine Stunde. Es geht um viel Prophylaxe und gelegentlich komplexe Parodontitisfälle, die mehrere Sitzungen erfordern.
Was ist anspruchsvoll an deinem Beruf?
Ich arbeite sehr selbstständig und trage entsprechend Verantwortung. Herausfordernd wird es, wenn in einem komplexen Fall die Mitarbeit der Patientinnen und Patienten fehlt.
Was gibt dir Sinn?
Wenn positive Resultate sichtbar werden, Menschen dankbar sind und die Kommunikation auf Augenhöhe stimmt.

















