8 Gründe, warum einheimisches Gemüse völlig unterschätzt wird
Rüebli, Randen und Lauch sind einheimisches Gemüse und kommen ohne dramatisches Superfood-Marketing aus. Vielleicht werden sie genau deswegen zu Unrecht unterschätzt.
Fotomontage aus © Shutterstock mimagephotography und © Shutterstock Alones- Einheimisches Gemüse hat keine PR-Agentur – leider
Chiasamen, Açai und Matcha klingen wie internationale Popstars. Rüebli klingt nach Znüni. Dabei steckt im heimischen Gemüse genauso viel Gutes, nur ohne Yoga-Retreat in Bali. - Es sammelt keine Flugmeilen
Heimisches Gemüse muss nicht erst um die halbe Welt reisen, um wichtig zu wirken. Es liegt einfach da, bodenständig, frisch und leicht beleidigt, wenn wieder jemand zur Avocado greift. - Kohl ist besser als sein Ruf – und günstiger als Therapie
Kohl hat dieses robuste, leicht stoische Wesen. Er hält viel aus, passt in Suppen, Ofengerichte, Quiches und Salate – und erinnert daran, dass Stärke manchmal einfach grün und rund ist. - Lauch sieht langweilig aus, kann aber alles
Lauch wirkt auf den ersten Blick wie ein gemüsegewordenes Verwaltungsformular. In der Pfanne wird er dann plötzlich weich, aromatisch und überraschend elegant. - Heimisches Gemüse ist saisonal – also automatisch exklusiv
Was nur kurze Zeit Saison hat, nennt man bei Designerware «limitiert». Bei Spargeln sagt man einfach: «Gibt es halt jetzt.» - Es ist ehrlicher als jeder Detox-Smoothie
Ein Sellerie behauptet nicht, das Leben zu verändern. Er liegt einfach da und macht seinen Job. Ballaststoffe, Vitamine, Geschmack … alles da. - Rüebli sind die unterschätzten Fitness-Influencer
Knackig, praktisch, orange – überall dabei. Rüebli brauchen keinen Protein-Shaker, keine Rabattcodes und keine Vorher-Nachher-Fotos. Sie liefern einfach ab. - Randen sind die Drama-Queens unter den Knollen
Wer Randen schält, hat danach Hände wie nach einem Krimi-Dreh. Kaum ein Gemüse, das so viel Farbe, Charakter und leicht theatralische Spuren in die Küche bringt.


















