Karriere im Vergleich
Zwei Expertenstufen, zwei Welten: Adrian, Experte Bewegungs- und Gesundheits-förderung HFP, entwickelt Bewegung und Gesundheit strategisch weiter, während Yannick, Experte Intensivpflege NDS HF, Verantwortung in hochkomplexen Akutsituationen trägt.

«Ich verkaufe keine Muskeln oder Abos, sondern nachhaltige Lebensqualität. Am schönsten ist es, wenn aus einem Konzept echte Lebensenergie entsteht und Menschen spüren, dass sich ihr Alltag verbessert.»
Adrian Herzog, Experte Bewegungs- und Gesundheitsförderung HFP
Kilian Käppeli: Adrian, was bedeutet die Expertenstufe in deinem Alltag?
Ich entwickle nicht nur Trainingspläne, sondern verbinde Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit zu Konzepten, die Menschen langfristig stärken.
Was ist dir trotz Führungsverant-wortung wichtig geblieben?
Wesentlich ist der direkte Kontakt. Ich kenne meine Kundinnen und Kunden mit Namen und möchte verstehen, was sie beschäftigt. Nur so entstehen Lösungen, die im Alltag wirklich tragen.
Woran erkennst du, ob deine Arbeit Wirkung zeigt?
Ich orientiere mich an Wiederholungsmessungen, der Kundenbindung oder der Erfolgsquote von Gesundheitskursen. Entscheidend ist aber stets das persönliche Gespräch auf der Trainingsfläche.
Was fordert dich besonders?
Menschen mit mehreren Vorerkrankungen sicher zu begleiten und gleichzeitig wirtschaftlich zu handeln, ist anspruchsvoll. Dafür braucht es Fachwissen, Empathie und ein gutes Netzwerk.
Was wird künftig wichtiger?
Angebote für eine älter werdende Gesellschaft, mentale Gesundheit und digitale Unterstützung gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der Mensch bleibt dabei der Ausgangspunkt.
Kilian Käppeli: Yannick, was bedeutet Intensivpflege für dich?
Ich begleite Menschen in den kritischsten Momenten ihres Lebens. Oft müssen Atmung, Kreislauf oder Bewusstsein engmaschig überwacht und unterstützt werden.

«Man kann nicht alles heilen, aber man kann immer etwas bewirken. Ruhe gibt Sicherheit. Gerade in kritischen Situationen hilft eine klare Haltung – den Patientinnen und Patienten, den Angehörigen und auch dem Team.»
Yannick Vaterlaus, Experte Intensivpflege NDS HF
Was hat dich auf die Intensivstation geführt?
Mich fasziniert die Verbindung aus Teamarbeit, Verantwortung und spezialisierter Pflege. Jeder Dienst ist anders. Man muss Veränderungen rasch erkennen und immer den Menschen sehen.
Was gibt dir Sinn?
Am meisten freue ich mich, wenn sich jemand nach einer schweren Krise wieder stabilisiert. Aber auch kleine Dinge zählen: Schmerzen lindern, Sicherheit geben oder Angehörige begleiten.
Was ist besonders anspruchsvoll?
Wenn Menschen verwirrt sind, Hilfe nicht annehmen können oder aggressiv reagieren, kann das sehr herausfordernd sein. Dann braucht es Ruhe, Fachwissen und ein Team, das trägt.
Welche Rolle spielt Technik?
Monitore, Beatmungsgeräte und Perfusoren1 helfen uns. Sie ersetzen aber nie den pflegerischen Blick und die klinische Beobachtung.
1 Ein Perfusor fördert ein Medikament aus einer Spritze über einen Motor kontrolliert in den venösen Zugang des Patienten.


















